Was als Versorgung begann, wurde ein Zuhause im Grünen.
Unser Kleingartenverein blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Was einst dem Anbau von Obst und Gemüse diente, entwickelte sich zu einem Ort der Erholung, der Naturverbundenheit und des gemeinschaftlichen Miteinanders.
Die Anfänge
Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Versorgung mit Lebensmitteln schwierig. Engagierte Gartenfreunde schlossen sich zusammen und pachteten ein rund 9.800 Quadratmeter großes Grundstück nahe der ehemaligen Ziegelei Kaldenhausen. Hier bauten sie Kartoffeln, Gemüse und Obst für ihre Familien an. 1948 wurde der „Obst- und Gartenbauverein Kaldenhausen“ gegründet – der Grundstein für unseren heutigen Verein.
Eine wachsende Gemeinschaft
Anfang der 1950er-Jahre umfasste die Anlage bereits 24 Gartenparzellen von jeweils rund 400 Quadratmetern. 1952 kam eine zusätzliche Fläche in der Nähe des Sportplatzes Kaldenhausen hinzu, 1953 wurden auf dem Gelände etwa 150 Obstbäume gezählt. Die gemeinsame Freude am Gärtnern ließ auch das Vereinsleben wachsen.
Eintrag ins Vereinsregister
Der Verein wurde offiziell in das Vereinsregister eingetragen – aus der Gartengemeinschaft war ein eingetragener Verein geworden.
Ein neuer Anfang am Heideweg
Als der bisherige Pachtvertrag nicht verlängert werden sollte, fand der Verein ein neues Gelände am Heideweg – dort, wo im Zweiten Weltkrieg eine Flakstellung gestanden hatte. Bunkerreste, Beton und unebenes Gelände machten den Aufbau zur Herausforderung. In unzähligen Stunden gemeinschaftlicher Arbeit räumten die Gartenfreunde Schutt weg, ebneten Flächen ein, legten Wege und Brunnen an und errichteten die ersten Lauben. Noch im selben Jahr konnten die ersten 20 Gartenparzellen vergeben werden.
Der Name „Im Rosenhain“ entsteht
Über den Namen der neuen Anlage entschieden die Mitglieder selbst. Zur Wahl standen „Im stillen Winkel“ (6 Stimmen), „Heideland“ (0 Stimmen), „Die Laubenpieper“ (5 Stimmen) und „Im Rosenhain“ (7 Stimmen). Der letzte Vorschlag gewann – und passend dazu wurde beschlossen, den Hauptweg mit Rosen zu bepflanzen. Seitdem trägt unser Verein seinen Namen.
Gemeinsam durch die Jahrzehnte
In den folgenden Jahrzehnten wurde die Anlage mit viel Eigenleistung weiterentwickelt: Wege, Gemeinschaftsflächen und die Wasserversorgung wurden verbessert, Gärten liebevoll gestaltet und gemeinsame Feste gefeiert. Der Zusammenhalt der Mitglieder war dabei stets genauso wichtig wie die Arbeit in den einzelnen Parzellen.
„Ohne die Mithilfe aller wäre keine Gemeinschaft möglich!“
Dieser Gedanke verbindet unsere Geschichte mit der Gegenwart.
Die Tradition bewahren – und Platz für Neues schaffen.
Heute ist der Kleingartenverein „Im Rosenhain“ e. V. ein Ort, an dem Menschen verschiedener Generationen die Natur genießen, Obst und Gemüse anbauen und Gemeinschaft erleben. Wir möchten die Tradition unserer Gründer bewahren und zugleich Raum für neue Gartenfreunde schaffen.
